Bergbau/Kali
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Der Nachweis von Salzen durch eine 1888 niedergebrachte Bohrung bei Bleicherode führte Bergwerksunternehmer aus ganz Deutschland nach Nordthüringen. In Sondershausen erhielt Heinrich Leopold Brügman von der fürstlichen Regierung das Recht, nach Salz zu bohren und dieses zu gewinnen. Mit der Teufung des ersten Schachtes 1893 und später weiterer fünf Schächte begann eine einhundertjährige Bergbaugeschichte in Sondershausen. Hauptprodukte waren Kalidüngemittel und verschiedene Nebenprodukte wie Brom und Magnesiumchlorid. In der Folgezeit entwickelte sich Sondershausen zu einem Kalistandort mit Exportverbindungen in alle Welt und zu einem Zentrum der Kaliforschung.
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| 1893 | Teufung des ersten Schachtes im Revier, dem Brügmanschacht, Endteufe 855 m, Gewinnung von Carnalit und Hartsalz |
| 1909 | begann die Förderung am Schacht II, dem Petersenschacht, das Fördergerüst erhielt offenbar angeregt durch den Pariser Eiffelturm und auf fürstliche Anordnung wegen seiner Nähe zur Residenzstadt eine anspruchsvolle äußere Form |
| 1914 | Aufnahme der Kaliumsulfatherstellung in der Fabrik |
| 1927 | Einführung von Schrappern in der Abbauförderung |
| 1928 | Bau der Mischdüngerfabrik |
| 1937/1938 | Ausbau der Schächte 3 und 4 als Heeresmunitionsanstalt |
| 1951 | Schlagwetterexplosion auf Schacht 1, zwölf Bergleute finden den Tod |
| 1955 | Gründung der zentralen Forschungsstelle der Kaliindustrie der DDR |
| 1970 | Die Bergbaubetriebe wurden in der DDR zu einem “Kombinat Kali” zusammengefasst. Sitz der Kombinatsleitung wird Sondershausen |
| 1989 | letztes Jahr der vollen Produktion mit einer Rohsalzförderung von insgesamt 2.299.400 t |
| 1991/1991 | Schrittweise Einstellung der Produktion des Kaliwerkes “Glückauf” |
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Hier können Sie sich über die Geschichte der Gewerkschaft "Glück auf" Sondershausen (Kaliwerk) von 1893 bis 1926 informieren. (pdf-Download) |
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