Denkmalschutz

Sondershausens historische Bausubstanz ist zwar durch die Bombardierung der Stadt am 8. April 1945 und durch großflächigen Abriss der Altstadt und Neubebauung in den 1980er Jahren erheblich dezimiert worden; trotzdem bieten sich dem Besucher nicht wenige denkmalgeschützte Objekte, die mit der Geschichte der Stadt und ihrer Entwicklung in Verbindung stehen. Ihrer Wertigkeit trägt das städtebauliche Sanierungskonzept Rechnung, das seit 1990 schrittweise umgesetzt wird.

Sondershausen gilt als fränkische Siedlung aus der Zeit um 800. Wie die meisten Thüringer Städte entstand der Ort am Fuße einer Burg. Bis ins frühe 16. Jahrhundert dominierte die Burg, die seit 1356 den Schwarzburgern gehörte und deren Machtzentrum bildete, Sondershausen. Das ab 1534 an Stelle der Burg errichtete Renaissanceschloss, dessen barocke Überformung im ausgehenden 17. Jahrhundert, der Bau neuer Gebäudeteile im 18. Jahrhundert und die klassizistischen Veränderungen im 19. Jahrhundert prägen nun als größter Schlosskomplex Nordthüringens wesentlich die Ansicht Sondershausens. Obwohl infolge der Schwarzburger Teilungsverträge 1571 und 1599 Sondershausen zur Hauptresidenz der Grafschaft (seit 1697 Fürstentum) avancierte, wuchs sie Stadt erst im 19. Jahrhundert über seinen mittelalterlichen Mauerring hinaus. Vom Fürstenhaus angeregt und befördert, entstanden neue Stadtteile im Osten und im Westen. Eine Reihe der um die Jahrhundertwende errichteten Bürger- und Beamtenhäuser stehen heute auf der Liste des Denkmalschutzes.

Bild: AOK-Gebäude Güntherstraße 33
AOK-Gebäude, Güntherstraße 33

Diese Villa wurde um 1900 im eklektizistischen Stil als Stadtvilla gebaut.

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Der Umbau erfolgte 1905 für die Direktoren der Kalischachtanlagen.

Nach 1945 wurde sie als Gaststätte "Kaliklubhaus" genutzt.

Nach 1960 wurden Bauerweiterungen an diesem Gebäude vorgenommen. Die Stuckreliefs am Giebel zeigen Bergbaumotive. Nach 1990 wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt.

Heute befindet sich in diesem Gebäude die AOK-Geschäftsstelle.

Bild: Café Pille
Café Pille, Hauptstraße 10

Das Bild Zeigt die Innenraumgestaltung des Cafés, im Stil des "Art-Deko" der 20er Jahre, vor der Schließung im Jahr 2006.

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Um eine Wiederbelebung des Cafés zu ermöglichen erwarb die Stadt Sonderhausen 2008 Gebäude und Grundstück. Erworben wurde ebenfalls das zum Denkmalensemble gehörende Inventar und Mobiliar.

Beim Blick durch die Fenster kann man heute noch den im Original erhaltenen Verkaufsraum und das Restaurant erkennen. Viele Ausstattungselemente wie Wandverkleidungen mit Lüftungsgittern, Heizungs- und Säulenverkleidungen aus damaliger Zeit befinden sich noch an Ort und Stelle oder sind, wie z.B. die Spiegel, gesichert und anderenorts eingelagert worden. Gleiches gilt für weiteres Inventar wie Beleuchtungskörper, Marmortische, Thonetstühle, Sofas und vieles mehr.

Bild: Ehemaliges Internatsgebäude Planplatz 9
Ehemaliges Internatsgebäude, Planplatz 9

1621 wurde durch den Stadtbrand die Hospitalanlage, die unmittelbar an der Crucis-Kirche stand, vernichtet.

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1729/30 entstand durch einen Erweiterungsbau an der Crucis-Kirche ein Waisenhaus. In den Jahren von 1786–1859 wurde ein Teil des Gebäudes als Besserungsanstalt oder Zuchthaus genutzt. 1860 zog das Lehrerseminar hier ein.

Von 1895–1907 wurden mehrere Unterrichtsräume und ein Betsaal angebaut. 1914–1918 wurden die Nebengebäude als Heerschule, Volkshochschule, Landwirtschaftliche Winterschule und Berufsmittelschule genutzt. 1936 entstand hier die Nationalsozialistische Musterschule. 1946 zog die Planschule ein. 1947 nutzte das Arbeitsamt und das Volkspolizeikreisamt dieses Gebäude. Ab 1955 bezog das Internat der Erweiterten Oberschule (heute Gymnasium) "Geschwister Scholl" dieses Gebäude. Von 1975 an war es Pionierhaus "Hugo Weber" und ab 1982 war es wieder Internat für die Schüler der EOS "Geschwister Scholl".

1993 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten und die "Wippertal Wohnungsbau und Grundstücks-Gesellschaft mbH" bezog das Gebäude.

Bild: Ehemaliges Schloßgut Großfurra
Ehemaliges Schloßgut Großfurra, Lindenplatz 5

Es bestand aus einer alten Burg, die die Landgrafen von Thüringen im 13. oder 14. Jahrhundert besaßen oder vielleicht erbaut haben.

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Die Burganlage war als eine Anlage von zwei rechteckigen Wohntürmen und einem zwischen ihnen stehenden fast 30m hohen Bergfried mit umlaufend zwei Wallgräben und einem Wassergraben beschrieben worden. 

Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges wurden Blockhäuser auf den vier Ecken der Befestigung der Burgwassergräben errichtet. 1659 wurde zwischen dem Schloß (Burg) und der Brauerei ein Lustgarten angelegt. 1771 wurde an Stelle der alten Vogtei das "Generalshaus" erbaut.

Durch die Erbfolge wechselten bis 1804 ständig die Besitzer, die nur zu Visiten ins Schloß kamen. 1805 wurden notdürftige Reparaturarbeiten und bauliche Veränderungen, wie die Beseitigung der Reste der alten Mauern und Befestigungen sowie die Zuschüttung der Wallgräben vorgenommen. Mitte des Jahres 1897 begannen umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen. Der Festsaal wurde mit seiner hölzernen Wandverkleidung im Stil der Neorenaissance hergerichtet. An der Nordseite des Bergfriedes wurde ein neogotischer hölzerner Anbau mit abschließendem Erker errichtet. Nach dem 2.Weltkrieg wurden viele Umbauten im Schloß durchgeführt.

Sie dienten einerseits zum Erhalt der Substanz, andererseits erhöhte sich der Verschleiß.

1991 und 1992 wurden Dachflächen repariert.

Bild: Ehemalige Haftanstalt
Ehemalige Haftanstalt, Ulrich-von-Hutten-Straße 2

Dieses Gebäude wurde von 1851 bis 1853 erbaut, vermutlich nach einem Entwurf des Architekten Carl Scheppig.

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Das ehemalige Gefängnis steht unmittelbar hinter dem Gerichtsgebäude. Es ist aus roten Ziegeln erbaut und sieht wie ein Kastell mit vier Zinnen bekrönten Ecktürmen aus. Die Hofmauern um das Gefängnis sind mit Steinen, die aus der ehemaligen Stadtmauer stammen, errichtet. Die Innenraumstruktur der Zellen ist noch völlig erhalten.

Bild aus der Sanierungszeit, Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Wohnhaus Kleine Gartenstraße 1
Wohnhaus, Kleine Gartenstraße 1

1904 erwarb der Fabrikant Gustav Gers diese Villa. Später verkaufte er sie an den Fabrikanten Kurt Lindner.

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Nach 1945 war in diesem Gebäude der Kinderhort der Käthe-Kollwitz-Schule untergebracht worden. 1986 mußte nach einem Unwetter die Wetterfahne erneuert werden. 1999 wurde das Gebäude komplett saniert, u. a. wurden Büros von Steuerberatern eingerichtet.

2000 bezog die Europäische Hypothekenbank der Deutschen Bank dieses Gebäude als Geschäftsstelle.

Bild: Wohnhaus Lange Straße 21
Wohnhaus, Lange Straße 21

Dieses Wohnhaus steht am Südrand der Stadtmauer.

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Es ist auf dem in der Mitte des 14. Jahrhunderts entstandenen Vorgängerbau errichtet worden, der durch den Stadtbrand von 1621 vernichtet wurde.

Es wurde nach 1657 wieder aufgebaut. Die Fassade wurde im 18.Jahrhundert gestaltet. Es ist ein schlichtes barockes Wohn- und Handwerkerhaus mit seitlichem Hausportal. Die Tür war ehemals zweiflügelig mit profiliertem, hölzernem Gewände mit Eckquadraten, auf denen Rosenmotive waren. Der Eingang war mit Schlussstein und Oberlicht versehen. Im Inneren ist die Raumstruktur erhalten sowie der Gewölbekeller mit 2 Tonnengewölben.

Bild: Wohnhaus Neuer Weg 1
Wohnhaus, Neuer Weg 1

Diese straßenbild-prägende Villa aus dem 1900 Jahrhundert ist im eklektizistischen Baustil errichtet worden.

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Dieser städtebaulich bedeutende Kopfbau am Elisabethplatz, gegenüber der Katholischen Kirche, ist ein zweigeschossiger Etagenbau.

Architektonisch beeindruckend sind die Stuckelemente in den Brüstungsbereichen, die umlaufenden Gurt- und Sohlbankgesimse, der Fachwerkerker an der Westseite sowie das Portal mit offener Vorhalle und Altan an der Ostseite. Im Inneren ist die ursprüngliche Raumstruktur mit Türen, Stuckdecken und das Treppenhaus erhalten.

Bild: Schachtanlage Am Petersenschacht
Schachtanlage, Am Petersenschacht

1907 erfolgte die Teufung des Schachtes II in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Sondershausen.

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Bereits 1908 wurden 2 elektrische Fördermaschinen für Haupt- und Nebenförderung aufgestellt. 1909 wurden das eiserne Fördergerüst und das Mühlengebäude aufgebaut.

Der Förderturm ist 44 m hoch und auf Wunsch des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen nach dem Pariser Eiffelturm gestaltet worden. Der Schacht II erreichte eine Teufe von 567 m. 1910 wurde die Kalilagerstätte bei 762 m erreicht. Die Endteufe war bei 793 m. Die Förderung des Kali begann. 1914 wurde die Förderung im Petersenschacht bereits eingestellt. 1955 wurde die Zentrale Forschungsstelle für die Kaliindustrie hier eingerichtet. 1969 wurde das Fördergerüst als Technisches Denkmal eingestuft. Die Kali-Umwelttechnik GmbH wurde 1992 auf diesem Gelände gegründet.

Bild: Wohnhaus mit Einfriedung Alexander-Puschkin-Promenade 23
Wohnhaus mit Einfriedung, Alexander-Puschkin-Promenade 23

Diese Villa wurde 1896 erbaut. Der Architekt war Edmund Wensel.

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Diese Etagenvilla im Stil des Eklektizismus ist eine stadtbildprägende 2-geschossige Eckbebauung mit aufwändiger Einfriedung, die mit Böschungsmauer, Eckturm, Sandsteinpfeilern und schmiedeeisernen Zaunfeldern versehen ist. Sie schließt das Villengebiet an der Promenade in östlicher Richtung ab und ist ein künstlerisch, architektur-geschichtliches Kulturdenkmal.

Bild: Wohnhaus Schillerstraße 8
Wohnhaus, Schillerstraße 8

Dieses Gebäude ist eine städtebaulich, straßenbildprägende Etagenvilla, die um 1900 errichtet wurde.

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Sie entstand im Zuge der westlichen Stadterweiterung der Carlstadt und ihrem Abschluß um den Elisabethplatz und die Katholische Kirche. Die Putzfassade ist reich gegliedert durch Stuckgesimse, im Obergeschoß mit Klinkerverblendung.

Über dem Portal an der Ostseite befindet sich ein Volutengiebel und Originalhaustür mit Verglasung. Im Inneren ist die frühere Raumstruktur erhalten. Türen, Stuckfriese, Holzpaneele und Treppenhaus sind noch aus dieser Zeit erhalten.

Bild: Ehemalige Remisen Carl-Schroeder-Straße 4/5
Ehemalige Remisen, Carl-Schroeder-Straße 4/5

Die Carl-Schroeder-Straße (früher Vorwerk-, danach Poststraße) war ursprünglich nicht öffentlich zugänglich, da die Gebäude den vielfältigsten Zwecken der Domäne dienten.

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Im 16. Jahrhundert (laut Inschrift über der Eingangstür an der rechten Seite des Erdgeschosses von 1583) sind diese Gebäude als nachgeordnete Wirtschaftsbauten des Schloßbaus, u.a. als Wildbretkeller entstanden.

1776 wurden am Gebäude bauliche Maßnahmen vorgenommen. Im Erdgeschoß wurden acht zweiflügelige Remisentore eingebaut. Im 19.Jahrhundert wurden in den Remisen Stallungen für die Posthalterei am Markt eingerichtet. Heute wird dieses Gebäude von privaten Handelseinrichtungen und Kanzleien zu gewerblichen Zwecken genutzt.

Bilder aus der Sanierungszeit, Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Torbogen und Pforte Vor dem Wippertor 1a
Torbogen und Pforte, Vor dem Wippertor 1a

Dieses barocke Hoftor mit Pforte gehörte zu dem Gebäude der ehemals fürstlichen Domäne vor dem Wippertor.

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Im Sandstein befindet sich die Zahl 1775, die auf die Errichtung hindeutet. Die Hofmauer besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk.

Der Torbogen wurde aus Hausteinquadern, Kämpferplatten und Schlußstein zusammengesetzt, um die Hofpforte sind Kalksteinquader angeordnet.

Die Mauer ist mit Kunststein abgedeckt.

Bild: Wohnhaus Berka Goethestraße 13
Wohnhaus, Berka Goethestraße 13

Dieses Gebäude wurde als Bauernhaus, als Teil eines Gehöftes, nach 1700 im Zentrum von Berka (OT von Sondershausen) errichtet.

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Das zweigeschossige Gebäude ist Teil einer offenen Straßenbebauung. Östlich des Gebäudes befindet sich eine Toreinfahrt, daran grenzt ein Stallgebäude. Das Gebäude ist unterkellert und besitzt ein Krüppelwalmdach.

Bild: Carl-Corbach-Club Göldnerstraße 6
Carl-Corbach-Club, Göldnerstraße 6

1898 wurde dieses neobarocke Gebäude erbaut. Das Gebäude wurde vom Architekten Otto Brückwald entworfen. Er lebte von 1841 bis 1904.

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1898 erwarb der Unternehmer Kurt Lindner dieses Gebäude.

Er gründete 1902 die Firma „Lindner & Co.“, die elektrotechnische Artikel produzierte und Struktur bestimmend für die Sondershäuser Region war.

Dieses Gebäude ist ein eklektizistischer straßenbildprägender zweigeschossiger Villenbau mit Einfriedung, kleiner Parkanlage und Remise, seitlichem Haupteingang mit Vortreppe und originalem Vordach. Das säulengerahmte Portal mit Vortür ist eine Kunstschmiedearbeit. Vom Wintergarten führt eine Treppe zum Garten. Im Inneren ist die Raumstruktur mit bauzeitlichen Ausstattungselementen wie Fußböden, Türen, Heizungsverkleidungen, Stuckdecken, Holzdecken und Glasfenstern erhalten.

Heute befindet sich u.a. die Volkshochschule des Kyffhäuserkreises in diesem Gebäude.

Bild: Kreisgerichtsgebäude Ulricht-von-Hutten-Straße 2
Kreisgerichtsgebäude, Ulricht-von-Hutten-Straße 2

Dieses Gebäude wurde von 1851 bis 1853 erbaut und vermutlich vom Architekten Carl Scheppig entworfen.

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Das Gerichtsgebäude, in streng klassizistischer Linienführung gestaltet, vermittelt ein Gefühl von Klarheit und Eindeutigkeit, weckt respektvollen Abstand und strahlt kühle Erhabenheit aus. Dieses Gebäude war Bestandteil der westlichen Stadterweiterung, der Carlsstadt. Über dem zweiflügeligen Hauptportal ist ein Oberlicht eingebaut. Im Inneren des Gebäudes ist die Raumstruktur erhalten.

Ein dreischiffiges Vestibül mit Aufgang und Pfeilerhalle, ein seitliches Treppenhaus, der Gerichtssaal mit reduziertem Bauschmuck und die Türen sind im Original erhalten.

Bilder aus der Sanierungszeit, Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Ehemaliges Hofrittergut Grußfurra Lindenplatz 8
Ehemaliges Hofrittergut, Großfurra Lindenplatz 8

Um 1600 wurde diese Anlage errichtet als stattliches zweigeschossiges Gebäude mit Neben- und Wirtschaftsgebäuden.

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Die Fenster sind zum Teil paarweise angeordnet, am Oberstock befinden sich Mannfiguren. Die vierstöckigen Süd- und Nordgiebel sind mit vorragenden Stöcken gebaut worden.

Der Südflügel ist zweigeschossig. An der Nordseite zwischen Ost- und Westflügel steht ein mit Ornamenten verziertes Renaissanceportal. In der hohen Eingangshalle befinden sich halbrunde Öffnungen und eine Wendeltreppe. Um 1800 wurde ein langgestreckter Fachwerkbau mit Mansardendach errichtet, der zeitweise als Schafstall genutzt wurde.

Bild: Gasthaus/Raststätte „Heidehaus“
Gasthaus/Raststätte „Heidehaus“, Auf der Heide 13

1717 erbaut als Gasthaus und Vorwerk des Schlossrittergutes Großfurra.

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Das Heidehaus liegt nördlich von Großfurra an der heutigen B4 zwischen Sondershausen und Nordhausen.

1836 wurde die Chaussee zum Heidehaus fertiggestellt. 
1844 wurde das Heidehaus noch als Chausseehäuschen genutzt, in dem der Straßenwärter mit seiner Familie wohnte und Tag und Nacht Straßenzoll kassierte. 
1854 wurde das Gasthaus neu verpachtet.
1973 wurde die Gaststätte nach längeren Renovierungsarbeiten als Konsum-Raststätte neu eröffnet.

Derzeit wird die Raststätte Heidehaus von einem neuen Pächter betrieben.

Bild: Wohnhaus Lange Straße 32
Wohnhaus, Lange Straße 32

Das Gebäude wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet.

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Dieses auf dem Grundstück der Vorgängerbauten als Wohn- und Handwerkerhaus mit Seitenflügel und Hinterhaus.

Wohnbebauung gab es in diesem Bereich schon seit dem 14. Jahrhundert. Urspünglich befand sich eine Hofdurchfahrt an dem schlichten barocken Wohnhaus, die aber in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch ein prächtiges Portal ersetzt wurde. Das spätklassizistische Portal ist eine zweiflügelige Rahmenfüllungstür u.a. mit originalen Beschlägen und Oberlicht. Dieses Portal wurde von Carl Scheppig entworfen, der u.a. auch am Rathaus arbeitete.

Bild: Ehemaliges Prinzenpalais Markt 8
Ehemaliges Prinzenpalais, Markt 8

Das Prinzenpalais ist als letztwillige Verfügung des damaligen 74jährigen Fürsten Christian Wilhelm entstanden.

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Dieser ließ dieses Gebäude für seine appanagierten Söhne Rudolf und Christian errichten. 1721–1729 entstand dieses Gebäude, das symmetrisch aufgebaut ist, um zwei voneinander getrennte Hofhaltungen zu ermöglichen.

1749 starben die Prinzen Rudolf und Christian. Von 1760 bis 1806 lebte Prinz August II., der jüngere Bruder des Fürsten Christian Günther, mit seiner Familie im Palais. Das Palais diente in verschiedenen Zeitepochen als Regierungs- und Verwaltungsgebäude. Durch Modernisierungsmaßnahmen ist die historische Substanz im Inneren des Gebäudes weitgehend verlorengegangen.

Heute ist in diesem Gebäude das Landratsamt des Kyffhäuserkreises untergebracht.

Bilder aus der Sanierungszeit, Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Gottschalksches Haus Lange Straße 34
Gottschalksches Haus, Lange Straße 34Markt 8

1721 ließ sich Friedrich Hermann Gottschalk als Notar in Sondershausen nieder.

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1729 erwarb er das Grundstück, auf dem noch der Vorgängerbau stand. 1773 wurde das alte Gebäude auf Veranlassung des Sohnes Georg Karl Ludwig Gottschalk (1733–1805) abgerissen.

Er wurde nach dem Jurastudium zunächst Justizrat, dann Regierungs- und Konsistorialrat und schließlich Hofrat. 1773 war die Grundsteinlegung für den Neubau. Der Architekt war Johann Rudolf Steiner. 1778 war der großzügig gestaltete freistehende Bau mit palaisartigem Zuschnitt fertiggestellt. Er war zu seiner Zeit eine Besonderheit im historischen Stadtbild von Sondershausen. Neben dem Schloßkomplex war es das schönste und wertvollste Gebäude in der Innenstadt. Von 1805 bis 1833 lebte die Mutter des verstorbenen Karl Gottschalk in diesem Haus. 1839 ging das Gebäude in den Besitz von Oberregierungsrat Adolf Gottschalk und Bauinspektor Theodor Gottschalk über.

Von 1887 bis 1890 wohnte Hofkapellmeister Max Bruch in diesem Gebäude. 1919 hatten noch 7 Enkel von Oberregierungsrat Adolf Gottschalk Anteile am diesem Haus.

1977 war dieses Gebäude nur noch eine Ruine.

Seit 2003 erfolgt die Rekonstruktion des Gebäudes.

Bilder aus der Sanierungszeit, Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Hauptpostamt Carl-Schroeder-Straße 11
Hauptpostamt, Carl-Schroeder-Straße 11

1886/1887 wurde das Hauptpostamt im Stil des Eklektizismus gebaut.

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Den Auftrag dazu erhielt der Regierungsbaumeister Bing von der Oberpostdirektion Erfurt. Das Gebäude wurde vor der historischen Altstadt am ehemaligen Brauhaustor errichtet.

Vier Reliefs an der Südfassade zeigen symbolische Motive zur Geschichte der Post, u. a. einen Pferdekopf, ein geflügeltes Rad, sowie Gegenstände aus dem historischen Postwesen.

Am Giebelaufsatz der Südfassade ist das Sondershäuser Stadtwappen dargestellt. Die Schalterhalle und die Treppen sind im Originalzustand erhalten. Die Einfriedung mit Pfeilern auf Sockelmauern hat schmiedeeiserne Zaunfelder.

Bild: Rathaus Markt
Rathaus, Markt

Das Rathaus ist ein dreigeschossiger mit Ziegeln gedeckter Bau, der nach 1621 auf dem Grundstück des alten abgebrannten Rathauses errichtet wurde.

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In dem Gebäude befanden sich damals die beiden Amtsstuben des Rates, die nicht nur Geschäften, sondern auch Geselligkeiten dienten. Im Erdgeschoß befand sich die Stadtapotheke. Unterkellert war das Rathaus durch ein System von Tonnengewölben zur Lagerung der Wein-, Bier- und Speisevorräte. Über der Apotheke befand sich ein Tanzboden.

1856 erfolgte ein klassizistischer Umbau des Rathauses. Vier ionische Säulen wurden vor dem Eingang zum Rathaus errichtet, der Ratssaal und die Fassade wurden neu gestaltet.

Das Rathaus ist heute städtisches Verwaltungsgebäude.

Einer der äußeren Eingänge führt in die Gaststätte „Ratskeller“.

Bild: Wohnhäuser Schösserstraße 2-5
Wohnhäuser, Schösserstraße 2–5

Diese Straße wurde nach dem Amtsschösser Bernhard Speiser (gest. 1579) und seinem Sohn, dem Amtsnachfolger Dietrich Speiser, benannt.

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Beide gehörten in Sondershausen zu den bedeutendsten, vermögendsten und einflußreichsten Persönlichkeiten ihrer Zeit.

Das Gebäude der ehemaligen Hofdruckerei von Friedrich August Eupel befindet sich in dieser Straße (Nr. 2). Es ist ein dreigeschossiges Gebäude mit hölzernen Gestaltungselementen im Stil der Neorenaissance. In diesem Haus wurde 1820 die Zeitung „Der Deutsche“, das „Fürstliche Schwarzburgische Regierungs- und Intelligenzblatt“ sowie u. a. die Buchpublikation „Thüringen und der Harz“ in 8 Bänden (1839–1844) gedruckt.

Bild: Ehemalige Kämmerei Carl-Schroeder-Straße 9
Ehemalige Kämmerei, Carl-Schroeder-Straße 9

Dieses Gebäude war das Fürstliche Rentenamt und diente weiterhin als Fruchtspeicher, Verwaltung und Remise.

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1842 erhielt das Gebäude die heutige Baugestalt und Fassadengliederung. Damals waren noch fünf Torbögen im Erdgeschoß eingebaut.

Im Inneren wurden nach 1990 zwei moderne Treppenhäuser eingebaut und Geschoßdecken erneuert. Im Erdgeschoß befinden sich Geschäftsräume und in den Obergeschossen Büros der Stadtverwaltung.

Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Haus „Zum Schwan“
Haus „Zum Schwan“, Markt 4

1624 wurde dieses Gebäude bereits als Gasthaus erwähnt.

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Es wurde nach einem Brand nach 1700 wieder aufgebaut.

Es ist ein dreigeschossiges, heute verputztes Fachwerkgebäude mit Sandsteinportal, über dem ein einfarbig gefaßtes Holzrelief aus dem 18. Jahrhundert angebracht ist. Darauf ist ein Schwan, der von Schilf eingerahmt ist, zu erkennen. Nach 1990 erfolgte der Umbau zum Verwaltungsgebäude. An der Nordseite wurde ein modernes Treppenhaus angebaut.

Bild: Haus „Zum Schwan“
Bismarck-Turm, auf dem Spatenberg

1895 wurde aus Spenden, vor allem von Dr. Eduard Kobert, Sanitätsrat in Sondershausen, der Bismarck-Turm errichtet.

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Er hat eine Höhe von 19,50 m, eine quadratische Grundfläche von 5,70 m², steht 370 m über NN und ist aus unregelmäßig behauenen Kalksteinblöcken gebaut. Der Turm verjüngt sich nach oben.

Er hat einen hohen Hausteinsockel, darüber ist ein separater Raum mit hochgelegenem Zugang und schmiedeeiserner Tür. Im Inneren führt eine Aufgangstreppe zur Aussichtsplattform mit Zinnenkranz und Wasserspeiern. 1985 erfolgte die Rekonstruktion des Turmes im sogenannten Burgenstil für Erholungsbauten und Ausflugsziele. Vom Bismarck-Turm hat man einen Ausblick über Sondershausen nach Norden und Osten. Man kann bis zum Harz und dem Kyffhäusergebirge sehen.

Mehr zum Bismarckturm in Sondershausen finden Sie hier ...

Cruciskirche am Planplatz
Crucis-Kirche, am Planplatz

1392 wurde der Grundstein für diese Kirche durch Graf Günther XXIX. (reg.1368–1416) gelegt.

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1463 wurde sie durch einen Brand zerstört. Sie wurde durch Graf Heinrich XXVI wieder aufgebaut.

1621 wurde die Kirche durch den großen Stadtbrand in Sondershausen beschädigt.

1623–1691 wurde die Kirche zur Hauptkirche der Stadt. 1766 wurde die Kirche erneut instandgesetzt. 1937 erfolgte die Sperrung der Kirche wegen Baufälligkeit. Sie wurde als Lagerhalle, zeitweilig auch als Stall genutzt. 1973 wurde der Dachstuhl wegen Einsturzgefahr abgerissen.

1991 erfolgten Arbeiten zur Sicherung der noch vorhandenen Gebäudeteile und 1993 wurde eine provisorische Turmhaube aufgesetzt.

In jüngster Zeit entsteht durch bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement in der Cruciskirche ein Bürgerzentrum.

Bild: Stadtmaueranlage Gottesacker/Lange Straße/Park
Stadtmaueranlage, Gottesacker/Lange Straße/Park

Der Gottesacker wurde der Stadt Sondershausen vom Schlosser Caspar Schubert geschenkt.

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Dieses Grundstück lag außerhalb der Stadtmauer. 1578 wurde der Stifter des Grundstücks als Erster dort begraben. Um den Weg zum Gottesacker zu verkürzen, brach man das "Gottesackertor" in die Stadtmauer. Dieses befand sich auf der heutigen Gottesackergasse. 1833 wurde der Gottesacker um ein angekauftes Grundstück erweitert.

Bereits 1852 wurde der Gottesacker in seiner Funktion als Friedhof geschlossen. 1900 wurde auf Anregung von Sondershäuser Bürgern auf diesem Gelände ein Park angelegt, der aus Spenden finanziert wurde.

Auf dem Gottesacker sind die meisten der bedeutenden Sonderhäuser Persönlichkeiten der älteren Sondershäuser Geschichte bestattet. Dies sind u.a. der Dichter Johann Karl Wezel (1747–1819) und der Sondershäuser Kapellmeister und Klarinettenvirtuose Simon Hermstedt (1778–1846).

Am Gottesacker hat sich ein ansehnliches Stück der Stadtmauer mit halbrundem Turm erhalten. Die Stadtmauer war ursprünglich 5,50 m hoch und 1,50 m stark und in unregelmäßigen Abständen von Türmen besetzt.

Bild: Geschwister-Scholl-Gymnasium Güntherstraße 58
Geschwister-Scholl-Gymnasium, Güntherstraße 58

1877–1878 begannen die Bauarbeiten an der im neogotischen Baustil errichteten Staatsschule.

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1881 wurde die Schule fertiggestellt. Sie ist 55 m breit, 35 m breit, 24 m hoch. Sie wurde als eine Dreiflügelanlage um einen Binnenhof angelegt.

Die Nutzung dieses Gebäudes wurde als Realschule und Gymnasium vorgesehen. Als gemeinsame Räume sollten:

  • im Erdgeschoß das physikalische Kabinett
  • im 1. Obergeschoß der Zeichensaal
  • im 2.Obergeschoß die Aula

genutzt werden.

Die Turnhalle ist ein eklektizistischer Fachwerkbau mit Galerie und Holzdecke.

Bild: Käthe-Kollwitz-Schule Alexander-Puschkin-Promenade 22a
Käthe-Kollwitz-Schule, Alexander-Puschkin-Promenade 22a

1909 erfolgte nach sechzehnmonatiger Bauzeit die Einweihung des Gebäude.

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Dies in Anwesenheit der Fürstin Anna-Luise zu Schwarzburg als Höhere Mädchenschule und Lehrerinnenseminar. Sie ist ein dreigeschossiges Gebäude, an das sich an der westlichen Hälfte ein langer Flügelbau anschließt. Eine Mauer umgibt das Schuldienerhäuschen, Reliefmotive an der Fassade beziehen sich auf die Bedeutung des Gebäudes als Lyzeum. Im Schulhof ist ein Treppenturm mit Portal angebaut.

In diesem Gebäude befindet sich eine Grundschule.

Bild: Wohnhaus Lange Straße 33
Wohnhaus, Lange Straße 33

Die Vorgängerbauten standen schon im 14. Jahrhundert an dieser Stelle der Stadtmauer.

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In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde dieses schlichte barocke Wohnhaus als Fachwerkhaus mit Schieferbehang erbaut. Die seitliche Hofdurchfahrt hat einen vierteiligen aufgedoppelten Torflügel, der im oberen Teil ein barockes Oberlicht hat, und mit Rankenwerk und Ährenkranz verziert ist.

Bild: Die Fürstliche Grabkapelle (Mausoleum) Trinitatiskirche
Die Fürstliche Grabkapelle (Mausoleum), Trinitatiskirche

Die Fürstliche Grabkapelle ist die dritte Grablege der herrschaftlichen Familie in bzw. an der Trinitatiskirche.

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Schon der Vorgängerbau der Kirche, die Andreaskirche, diente im 16. Jahrhundert den Schwarzburger Grafen u. a. als Begräbniskirche.

1890/91 baute man eine neue repräsentative Grablege für die fürstliche Familie östlich des Chores an.

Die Blaue Gewölbeausmalung mit vergoldeten Sternen geht auf den Hofmaler Schedensack zurück. Auf Anregung der Fürstin Marie entwarf Baurat Erlandsen die historischen Steinsakopharge mit Löwenfüßen und Bibelsprüchen. In der Grabkapelle fanden ihre letzte Ruhe:

  • Fürst Günther Friedrich Carl II. (1801–1889)
  • Fürst Karl Günther (1830–1909)
  • Fürstin Marie (1845–1930)
  • Prinzessin Elisabeth (1829–1893)
  • Prinz Leopold (1832–1906)
  • Prinzessin Marie (1837–1921)
  • Prinz Hugo (1839–1871)
Bild: Gebäude in der Pfarrstraße
Gebäude, in der Pfarrstraße

Die beiden gleichmäßig zweigeschossigen Fachwerkhäuserzeilen führen direkt auf die Nordseite der Trinitatiskirche.

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Die Häuserzeilen brannten 1621 und 1657 ab.

Die heutige Anlage entstand nach 1657.

In den Häusern der östlichen Straßenseite waren die Wohnungen der Geistlichen und die Mädchenschule untergebracht.

Das Eckhaus an der Trinitatiskirche war die frühere Superintendentur. Hier wohnten u.a. der Dichter Nikolaus Giseke (1724–1765), der Verfasser theologischer Werke Gottfried Christian Cannabich (1745–1830) und sein Sohn Johann Gottfried Friedrich Cannabich (1777–1859), der ein bedeutender Geograf war.

Die Gebäude an der westlichen Straßenseite waren Schulen, Wohnungen für den Rektor, Konrektor, Stadtkantor und Oberkirchner.

Im 19. Jahrhundert genügten diese Bauten den Erfordernissen der Zeit nicht mehr, deshalb wurden Schulneubauten an der Promenade errichtet.

Bild: Ehemalige Posthalterei Markt 3
Ehemalige Posthalterei, Markt 3

Als Freihof 1446 erstmals urkundlich erwähnt.

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Der heutige Bau entstand etwa in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Fachwerkbau. Von 1841 bis 1864 war hier das Königlich Preußische Postamt. Im 18. Jahrhundert wurde das Fachwerk verputzt.

Es erfolgte damit die Angleichung an den klassizistischen Baustil des gesamten Marktplatzes.

1989 wurde das Gebäude baulich gesichert, Süd- und Ostfassade in ihrem klassizistischen Stil wieder hergestellt.

Heute befindet sich hier die Gaststätte „Posthalterei“.

Bilder aus der Sanierungszeit, Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Wohnhaus Schillerstraße 7
Wohnhaus, Schillerstraße 7

Dieses Gebäude ist eine städtebaulich, straßenbildprägende Villa, die um 1900 errichtet wurde.

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Sie entstand im Zuge der westlichen Stadterweiterung der Carlstadt und ihrem Abschluß um den Elisabethplatz und die Katholische Kirche. Sie wurde im Auftrag der Schwarzburger Fürsten als Dienstvilla für ihren Forstmeister im eklektizistischen Stil errichtet. Im Inneren sind die Raumstruktur, Stuckfriese, das Treppenhaus, Türen und Fußböden noch im Original erhalten.

Bild: Ehemaliges Konservatorium Carl-Schröder-Straße 10
Ehemaliges Konservatorium, Carl-Schröder-Straße 10

Bis 1887 wurde dieses Gebäude als Post genutzt.

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Danach erfolgte ein Umbau für das 1883 gegründete Sondershäuser Konservatorium.

Begründer des Konservatoriums war Carl Schröder (1848–1935). Die Zimmer in der unteren Etage dienten als Unterrichtsräume, in der oberen Etage wohnte der Direktor. 1890 studierte Max Reger als Schüler von Hugo Riemann hier.

An dieses Gebäude wurde 1897 ein Konzertsaal mit Orgel angebaut. 1912 wurden im Dachgeschoß weitere Unterrichtsräume geschaffen. Aus dem „Fürstlichen Konservatorium der Musik“ wurde von 1919-1935 die „Hochschule für Musik“ und danach das „Konservatorium der Musik“. Nachdem das Konservatorium aufgelöst und 1952 die Kreismusikschule ins Schloß gezogen war, wurde das Gebäude durch andere Institutionen und Einrichtungen genutzt. Der Konzertsaal wurde zur Turnhalle. Nach 1992 waren in diesem Gebäude Büros von der Stadtverwaltung und einigen Vereinen. Von 1998 bis 2000 wurden in dem Gebäude bauliche Veränderungen vorgenommen und der Konzertsaal (Carl-Schröder-Saal) feierlich eingeweiht. Die historische Orgel, die von 1908–1998 in der Elisabeth-Kirche erklang, kehrte zurück in den Carl-Schröder-Saal.

In diesem Gebäude befinden sich wieder Büros der Stadtverwaltung.

Bilder aus der Sanierungszeit, Bilder © Rittmannsperger + Partner Erfurt

Bild: Teichmühle Greußener Straße 36
Teichmühle, Greußener Straße 36

1571 wurde diese Mühle bereits erwähnt.

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Sie war bis 1848 Bestandteil des fürstlichen Kammergutes Schwarzburg-Sondershausen. 1902 erwarb Familie Louis Emil Schmidt (seit 1894 in SDH) diese Mühle. Die Teichmühle war ursprünglich eine Getreidemühle, die zur Industriemühle umgebaut wurde.

Familie Schmidt gründete eine Firma, die die Mühle zum Holzbiegen nutzte. Der reiche Bestand an Rotbuchen schaffte für die Holzbiegerei günstige Voraussetzungen. Es wurden Reifen für Maße und Siebe später auch für Musikinstrumente (Trommeln und Tambourins) hergestellt. Das Mühlrad wurde 1982 unter Denkmalschutz gestellt. 1991 wurde das gesamte Gebäude und die Innenausstattung zum Denkmal erklärt. 1994 wurde das Wasserrad neu gebaut, die Metallteile der Nabe wurden wieder verwendet.

Bild: Haus der Kunst Am Loh
Haus der Kunst, Am Loh

Das 1950 erbaute Haus der Kunst in der Straße „Am Loh“ ist die Spielstätte des Sondershäuser Loh-Orchesters.

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Als östlicher Anbau am Gasthof „Zum Erbprinzen“ wurde im Dezember 1815 ein großer Saal mit Nebengebäuden eingeweiht, der sowohl für Konzerte, als auch für Spiel und Tanz der Gäste des Günthersbades genutzt wurde. Da der Kursalon bereits nach zehn Jahren abgerissen wurde und sein Holz beim Bau des Fürstlichen Theaters Verwendung fand, ließ der Fürst 1829 an seiner Stelle den Lohsaal errichten, der auch zu Proben der Hofkapelle und Aufführungen der Lohkonzerte bei schlechtem Wetter diente.

Nachdem 1946 das Sondershäuser Theater am Schloss abgebrannt war, wurde von 1948–1950 nach Plänen des Sondershäuser Architekten Schleicher das „Haus der Kunst“ erbaut und zum 1. Jahrestag der DDR-Gründung eröffnet. Umfangreiche Baumaßnahmen im Jahr 1993 und der 1999 nach vollständigem Abriss des einstigen Anbaus entstandene neue Ostflügel gaben dem Theater- und Konzerthaus sein heutiges Aussehen.