Ausstellung Schwarzburger Landesgeschichte

Schwarzburgische Landes- und Sondershäuser Stadtgeschichte

Die politische und wirtschaftliche Geschichte des Landes Schwarzburg-Sondershausen und seiner Residenzstadt Sondershausen ist Thema dieser insgesamt 16 Räume umfassenden ständigen Ausstellung im 2. Obergeschoss des Schlosses.
Sie reicht von den Anfängen der Stadtentwicklung bis ins Jahr 1990.

Thematische Exkurse führen unter anderem in die Religionsgeschichte, die Entwicklung von Gewerbe und Industrie, in die Militärgeschichte und zu bäuerlichen und städtischen Lebensformen.

Informationsmaterial hält die Museumskasse bereit.

Musikgeschichte

Zur langen Musiktradition in der Stadt und am Hof erfährt der Besucher Details anhand von Zeugnissen aus den Sammlungen Musikinstrumente und Notenhandschriften sowie durch verschiedene Sachzeugen.

Höhepunkte im Wirken der Fürstlichen Hofkapelle im 18. und 19. Jahrhundert sowie anderer Musikinstitutionen (Konservatorium, Sondershäuser Verband) sind thematisiert, ebenso die Festtagskultur am Sondershäuser Hof und das Zimmer des Notenkopisten Rödiger.

Klangbeispiele zu den bedeutenden Instrumenten der Sammlung, wie dem Harrass-Cembalo, einer chromatischen Harfe, Dulciane, Hammerflügel und Musikstücke mit Sondershäuser Bezügen können abgerufen werden.

An der Museumskasse ist der Bestandskatalog zur Musikinstrumentensammlung des Schlossmuseums zu einem Preis von 15,34 Euro erhältlich.

Natur und Umwelt

Der Mensch im großen Kreislauf der Natur –

das ist der Leitfaden der Ausstellung Natur und Umwelt.

Wichtige Biotope des Kyffhäuserkreises werden in ihrer Spezifik vorgestellt. „Stadtökologie“, „Feuchtbiotop“, „Wald“ sind ebenso wie "Sukzessionsfolgen der Kalisalzindustrie" wichtige Themen der Inszenierungen.

Hier darf auch mal etwas angefasst werden, z.B. beim Erkennen der verschiedenen Tierfelle.

Im Frühjahr wird jedes Jahr eine Turmfalkenfamilie in ihrem Gelege beim Brüten beobachtet!

Eine Kindervitrine zeigt in kleinen Sonderausstellungen, wie sich die jüngsten Besucher mit der Natur auseinandersetzen.

Eine exotische Schmetterlingsausstellung zeigt beeindruckend die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit der größten Tierklasse in der Natur.

Ur- und Frühgeschichte

Die Bereiche Ur- und Frühgeschichte und Paläontologie

erläutern die Entstehung der Erde und der Lebewesen und die Entwicklung der menschlichen Zivilisation.

Anhand jüngster Forschungsergebnisse und Funde werden die einzelnen Epochen der Erdentwicklung und die Etappen der Siedlungsgeschichte ausschließlich mit regionalen Funden belegt.

Die ältesten Belege menschlicher Siedlungen reichen in Thüringen in die Zeit bis vor 400 000 Jahren zurück. Die Fundstätte in Bilzingsleben belegt eine saisonal genutzte menschliche Siedlung. In der Wende vom 4. zur 3. Jahrtausend v.d.Z. können stabile Familien- und Dorfgemeinschaften nachgewiesen werden.

Die Ausgrabung einer Totenhütte bei Niederbösa, in der die Verstorbenen der dörflichen Gemeinschaft beigesetzt wurde, belegt den engen Zusammenhalt unserer Vorfahren.

Riesige Wälder von Farnen und Schuppenbäumen wuchsen im feuchtwarmen Klima des Karbon.
 
Extreme Klimaveränderungen führten zum Absterben ganzer Waldregionen und setzten den Prozess der Kohlebildung in Gang.

Eiszeiten hat es in jeder Epoche der Erdentwicklung gegeben.

Während der letzten Eiszeit lebten auch im Wippertal Großsäuger wie Mammut, Wollnashorn und Rentier.