Der US-Präsident ist wie immer auch zu Gast. So
ist es Brauch seit Gründung des Gebetsfrühstücks.
Außerdem ist jedes Mal ein Gastredner eingeladen, der vorher nicht
angekündigt wird.
Diesmal war der chilenische Bergarbeiter José Enriquez zu Gast.
Er war mit weiteren 32 Bergleuten 2010 in einem Bergwerk verschüttet
worden. Nach 69 Tagen Gefangenschaft - 700 Meter unter Tage - konnten
am 9. Oktober alle Bergleute gerettet werden. Dies sei ein Wunder Gottes
gewesen, so Enriquez. Gott war für die Bergleute die einzige Hoffnung.
Sie hätten unter Tage um Rettung gebetet und so Gottes Gegenwart
und Beistand erfahren. Es sei für die verschütteten Bergleute
ein großer Segen gewesen, dass jeder von ihnen während der
Gefangenschaft unter Tage neben Nahrung und Medikamenten von den Leitungskräften
eine eigene Bibel erhalten habe. Enriquez brachte gerührt zum Ausdruck:
Das gemeinsame Frühstück soll Vorurteile überwinden,
Vertrauen schaffen, Brücken bauen, Einheit stiften - und zur Gründung
weiterer Gebetstreffen in den Parlamenten anregen und dabei das politische
Klima verbessern. Die oft gegensätzlichen politischen Absichten
sollen bei den Treffen möglichst aussen vor bleiben. Wer zusammen
betet, so das Kalkül des Gebetsfrühstücks, wird bei der
nächsten Debatte im Parlament freundlicher miteinander umgehen
- auch wenn man in der Sache anderer Meinung ist. Versöhnen statt
spalten könnte daher auch das Motto des Gebetsfrühstücks
lauten. Gebetet wird sowohl für die nationalen Leiter in den USA
als auch für die internationale Politik. Ein Beter spricht den
Politikern die Seligpreisungen Jesu aus der Bergpredigt zu:
„Religion und Politik trennen, Christus vereint“, unter
diesem Leitsatz erfolgten die weiterführenden Gespräche und
Dialoge am Rande des Gebetsfrühstücks.
Darüber hinaus war der kurze Aufenthalt auch geeignet, etwas von
der Hauptstadt der USA kennen zu lernen.
Gespräch mit
dem deutschen Vize-Botschafter
Delegation des deutschen
Bundestages
Geografischer NULL-Punkt
der westlichen Welt