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Sondershausen ehrt den großen Franz Liszt

Er war einer der großen und unvergessenen Musiker seiner Zeit und ist bis heute einer der fundamentalen Vordenker, Visionäre und eine Orientierungsgestalt der klassischen europäischen Musik. Mit seinem Schaffen beeinflusste er Generationen von Komponisten, Virtuosen, Orchester und Künstler unterschiedlichster Couleur auf der ganzen Welt.
Franz Liszt.
Ihm zu Ehren wird nun bereits zum dritten Mal die Liszt-Biennale Thüringen durchgeführt, in deren Kern in diesem Jahr die Stadt Sondershausen als zentraler Veranstaltungsort fungiert.
Unter dem Leitmotiv „Leiden und Leidenschaft“ werden verschiedene Thüringer Städte vom 5. bis zum 10. Juni 2019 den großen Komponisten, Pianisten, Dirigenten und Musiklehrer Franz Liszt feiern. Für die Musikstadt Sondershausen, der Liszt in besonderer Weise zugetan war und durch seine zahlreichen Besuche dem Ruf der Stadt als Musikstadt einen immensen Impuls verliehen hat, ist es eine besondere Freude, im Jahr 2019, das gleichzeitig das Jubiläumsjahr des Loh-Orchesters Sondershausen ist, den Mittelpunkt der Liszt-Biennale zu gestalten. 13 Besuche Liszts in Sondershausen sind belegt. Schon 1856 kam er zu einem Loh-Konzert unter dem Hofkapellmeister Eduard Stein. Später, unter dem Dirigat von Max Erdmannsdörfer, besuchte Liszt des Öfteren Sondershausen und musizierte auch mit dessen Frau, der Pianistin Pauline Fichtner, eine von Liszts zahlreichen Schülerinnen, die maßgeblich an der Anschaffung des Sondershäuser Liszt-Flügels durch das Fürstliche Marschallamt im Jahr 1875 beteiligt war und der heute im Mittelpunkt der Sondershäuser Liszt-Konzerte steht, die die Stadt seit 2012 veranstaltet.
In Vorbereitung der Biennale 2019 begannen die Verantwortlichen der Stadt bereits 2016 mit ersten Gesprächen zwischen allen musiktragenden Einrichtungen der Stadt, der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH, der Thüringer Landesmusikakademie, dem Carl-Schroeder-Konservatorium, dem Schlossmuseum und dem Kantorat der Trinitatisgemeinde. Im Ergebnis ist ein Programm entstanden, das sich durchaus mit dem vergangener Veranstaltungsorte der Biennale (2015 Meiningen und 2017 Weimar) messen kann.
Ein bereits im Frühjahr 2018 erschienenes Programmheft für die Biennale kann der interessierte Besucher in der Tourist-Information Sondershausen erhalten, und seit kurzem besteht auch die Möglichkeit, für alle Veranstaltungen im Vorverkauf Karten zu kaufen. Die Preise sind dabei im Vergleich mit anderen Veranstaltungsorten in Deutschland äußerst moderat. Wer um die Pfingstzeit 2019 nicht schon etwas anderes geplant hat, sollte die Chance nutzen, einige hochkarätige Veranstaltungen in der Musikstadt zu besuchen.
Hier ein Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen in Sondershausen:
Am 05. Juni 2019, um 19.30 Uhr wird die Biennale mit einem Eröffnungskonzert im Sondershäuser Achteckhaus eröffnet. Nike Wagner, Ur-Urenkelin von Franz Liszt und Schirmherrin der Biennale wird eine Ansprache halten und der italienische Pianist Enrico Pace spielt gemeinsam mit dem Loh-Orchester Liszts 2. Klavierkonzert sowie als Uraufführung „Der Wanderer“ für Klavier und Orchester von Christoph Ehrenfellner. Die Symphonische Dichtung „Les Préludes“ wird das Konzert beschließen.
Am 06. und am 07. Juni 2019, jeweils 19.30 Uhr, gibt es je ein Orgelkonzert in der Trinitatiskirche mit Andreas Fauß, dem Kantor der Trinitatisgemeinde, und in der Kirche St. Matthias im Ortsteil Stockhausen mit Anna-Viktoria Baltrusch aus Zürich, Preisträgerin des 3. Internationalen Bach/Liszt-Orgelwettbewerbs Weimar-Erfurt 2015. In beiden Konzerten stehen natürlich Orgelwerke Liszts im Mittelpunkt.
Am Samstag, dem 08. Juni 2019 enthüllt die Stadt zur Ehrung von Franz Liszt bereits um 10 Uhr eine Gedenktafel am Eckhaus in der Ulrich-von-Hutten-Straße 11. Dort weilte Franz Liszt nachweislich Anfang Mai 1885 für mehrere Tage im Hause des Hofzimmermeisters Karl Löser. Andere Aufenthaltsorte wie das Hoftheater, die Lohhalle als Veranstaltungsort der Loh-Konzerte, die Hotels Münch und Tanne existieren aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr. Gleich im Anschluss um 11.00 Uhr eröffnet das Schlossmuseum eine Ausstellung unter dem Titel „Das ist ein großes Wunder…“ und schlägt damit eine Brücke zum Jubiläum des Loh-Orchesters. Um 14.00 Uhr eröffnet die Landesmusikakademie im Carl-Scheppig-Saal ein zweitägiges Symposium, das der 400-jährigen Geschichte der Sondershäuser Hofkapelle und am zweiten Tag (dem 09. Juni 2019, ab 9.30 Uhr) den Beziehungen Liszts zu Sondershausen gewidmet ist.
Am Abend des Pfingstsamstages, dem 08. Juni 2019, um 19.30 Uhr gibt Dina Ivanova aus Moskau ein Rezital auf dem Liszt-Flügel im Riesensaal. Die Pianistin machte beim Liszt-Wettbewerb 2015 Weimar-Bayreuth und zur Liszt-Biennale 2017 in Altenburg auf sich aufmerksam. Mit den Klaviersonaten von Tschaikowsky und Liszt stehen zwei herausragende Kompositionen im Mittelpunkt.
Am 09. Juni 2019 endet gegen 12.30 Uhr das Symposium, Teil II. Zum Abschluss dieser Veranstaltung lädt der Hausherr der Landesmusikakademie, Prof. Dr. Eckart Lange, um 15.00 Uhr ins Kulturcafé ein, um mit mehreren Gästen die Ergebnisse des Symposiums Revue passieren zu lassen.
Ebenfalls am 09. Juni 2019, um 19.00 Uhr beginnt im Sondershäuser Achteckhaus (nicht wie im Programmheft angegeben im Blauen Saal und den Salonräumen im Westflügel des Schlosses) ein Salondinner „Mit Liszt zu Gast am Hofe“ - eine unterhaltsame Veranstaltung um Franz Liszt als Künstlerpersönlichkeit und dessen besondere Beziehung zu Sondershausen, gestaltet durch den Pianisten Ronald Uhlig und den Schauspieler Klaus Heydenbluth. Das Team der Hofküche wird diese Veranstaltung mit einem 4-Gänge-Menü begleiten.
Ein festliches Abschlusskonzert beendet die Liszt-Biennale in Sondershausen am Pfingstmontag, dem 10.06.2019, um 17.00 Uhr in der Trinitatiskirche. Landesjugendorchester und Landesjugendchor musizieren gemeinsam. Mit Liszts „Festklängen“ und anderen Werken von Liszt und Wagner findet die Biennale in Sondershausen einen würdigen Abschluss.
Begleitet wird die Liszt-Biennale 2019 von einer einzigartigen Ausstellung im Sondershäuser Schloss mit historischen Fotos zu Franz Liszt. Die Fotos, die der Münchener Pianist und Musikschriftsteller Ernst Burger gesammelt hat, besitzen großen Seltenheitswert.
Auch der Sondershäuser Künstler Gerd Mackensen wird sich mit dem Thema Franz Liszt künstlerisch auseinandersetzen und ein Gemälde zur Ausstellung beisteuern.
Der Kartenverkauf zu den Veranstaltungen der Liszt-Biennale hat bereits begonnen.
Tickets können bei der Stadtinformation Sondershausen (Markt, Telefon: 03632/788111,
E-Mail: touristinfo@stadt-sondershausen.de) erworben werden. Weitere Infos gibt es auch unter liszt.thueringen-entdecken.de.

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