Immenrode
Der Ortsteil Immenrode liegt auf der Hochebene der Hainleite und ist mit rund 401 Metern über dem Meeresspiegel der höchstgelegene Ortsteil der Stadt Sondershausen. Entstanden ist das Dorf durch Rodungen auf der Hochebene. Heute leben hier rund 346 Einwohnerinnen und Einwohner, die ihren Ort besonders für seine naturnahe Lage, das lebendige Gemeinschaftsleben und die gute Infrastruktur schätzen.
Historisch ist Immenrode vor allem durch seine jüdische Geschichte geprägt. Seit dem 16. Jahrhundert lebten jüdische Einwohner im Dorf. Zeugnis dieser Zeit ist der idyllisch gelegene jüdische Friedhof auf dem Müllerberg, der zu den besonderen Orten des Ortsteils gehört und an die lange Geschichte des Dorfes erinnert.
Trotz seiner überschaubaren Größe verfügt Immenrode über eine solide wirtschaftliche Struktur. Drei landwirtschaftliche Unternehmen, eine Sattlerei, eine Tischlerei sowie eine Windparkanlage prägen die lokale Wirtschaft. Darüber hinaus ist der Ort verkehrstechnisch gut angebunden, sodass die Städte Sondershausen, Nordhausen und Mühlhausen schnell erreichbar sind. Auch der öffentliche Nahverkehr bietet insbesondere für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Verbindung.
Das Dorfleben ist stark von Gemeinschaftssinn und Engagement geprägt. Zahlreiche Vereine sorgen für ein aktives und vielfältiges Miteinander. Dazu zählen unter anderem der Kirmesverein, die Oldtimer Hainleite Traktoristen, eine Zumba-Tanzgruppe, der Rassekaninchenzuchtverein, eine Märchengruppe, die Jagdhornbläser, die Freiwillige Feuerwehr, der DRK-Ortsverein sowie der Mühlen- und Heimatverein. Sie organisieren über das ganze Jahr hinweg zahlreiche Veranstaltungen, die fester Bestandteil des Dorflebens sind. Zu den Höhepunkten zählen das Osterfeuer mit traditionellem Kohleschlagen, die Walpurgisnacht mit Maibaumsetzen, das Mühlenfest, das Traktorentreffen, die Kirmes sowie der Weihnachtsmarkt zum Jahresabschluss.
Ein besonderes Wahrzeichen des Ortsteils ist die historische Turmwindmühle „Erna“. Sie wurde vom Mühlenverein vor dem Verfall bewahrt und liebevoll restauriert. Ihren Namen erhielt die Mühle nach ihrer letzten Bewohnerin. Ebenso prägt die Kirche St. Trinitatis das Ortsbild im Zentrum des Dorfes. Sie wurde 1872 nach einem Brand neu errichtet und wird durch das angrenzende Kriegerdenkmal ergänzt.
Auch für Familien bietet Immenrode attraktive Angebote. Der örtliche Kindergarten ist ein wichtiger Treffpunkt im Dorf. In seiner Nähe entsteht zudem ein neuer Spielplatz, der thematisch an die Mühle „Erna“ angelehnt sein wird.




