Thalebra

Biegt man ein in den Talkessel von Thalebra, führt einen der Weg in eine kleine, vertraute Gemeinschaft. Thalebra ist ein Ortsteil südlich von Sondershausen und am Fuße der Hainleite mit knapp über 300 Einwohnern. Erstmals im Jahr 1080 urkundlich erwähnt, ist der Ortsteil geprägt von vielen historischen Ereignissen. Einst war Thalebra umgeben von zahlreichen Wüstungen, die durch viele geschichtliche Ereignisse, wie den Bauernkrieg, den Dreißigjährigen Krieg und Krankheiten, wie die Pest, ausgelöscht wurden. Über Jahrhunderte, bis in die heutige Zeit, ist der Ort von Ackerbau und Viehzucht geprägt. Die einstigen Güter von teils adligen Familien oder Klöstern, sind heute noch sichtbar. Das Freyguth von Thalebra war im Besitz von Caroline Friederike von Dacheröden, spätere Ehefrau von Wilhelm von Humboldt, die zu ihren Lebzeiten viel Zeit in Thalebra verbrachten. Ein Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert noch heute an diese beiden berühmten Einwohner.

Durch Thalebra führt keine Durchgangsstraße, das macht das Leben hier idyllisch und ruhig. Neben dem noch bestehenden Gutspark mit seinen zwei Teichen, ist der Ort auch direkt an den Unstrut-Werra-Radweg angebunden und bietet viel Natur. Dank seiner ruhigen Lage und die Aufgeschlossenheit seiner Einwohner, verlassen wenig Menschen den Ortsteil. Im Gegenteil: Nach Thalebra kommen viele Zugezogene von außerhalb und bauen hier ihren Familiensitz.

Möchte man Thalebra verlassen, kommt man über die gute Anbindung schnell nach Sondershausen, Mühlhausen oder Bad Langensalza. Auch die Bahnlinie Erfurt-Nordhausen ist nicht weit entfernt.