900 Jahre Reichsburg Kyffhausen - Diplom-Historikerin Petra Wäldchen

| Rosa Salon, Schlossmuseum | Sondershausen

Für unseren Vortrag im Oktober konnten wir die Historikerin und Kyffhäuserkennerin Petra Wäldchen gewinnen. Als langjährige Mitarbeiterin am „Kyffhäuser-Denkmal“ hat sie sich intensiv mit den Baulichkeiten befasst, auf denen ab 1890 das Denkmal errichtet wurde. Diese Baulichkeiten, die uns heute unter den Bezeichnungen Ober-, Mittel- und Unterburg bekannt sind, bildeten zusammen einst die Reichsburg Kyffhausen. Der Name Kyffhäuser steht nicht nur für das kleine Mittelgebirge und ein Denkmal – sondern auch für eine Burg. Die im 12. Jahrhundert – auf einen Vorgängerbau – neu errichtete Burganlage war die zweitgrößte in jener Zeit in Deutschland. Ruinenreste von der einst dreiteiligen Anlage sind heute noch erhalten. Seit über 120 Jahren ist das Kyffhäuser-Denkmal der dominierende Anziehungspunkt auf dem Kyffhäuserburgberg und die ehemalige Reichsburg geriet in Vergessenheit. In ihrem Vortrag wird Frau Wäldchen den Zuhörern die relativ kurze und wechselvolle Geschichte der Reichsburg Kyffhausen nahebringen und dabei zu einem Besuch der Anlage animieren. Von den Ruinenresten ist die Unterburg am besten erhalten und hier lohnt ein Besuch immer. In der Regierungszeit Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde die gesamte Burganlage fertiggestellt. Im Vortrag geht Frau Wäldchen natürlich auch kurz auf die Entstehungsgeschichte der Kyffhäuser- oder Barbarossasage ein. Zum Vortrag laden der Geschichts- und Altertumsverein, das Schlossmuseum Sondershausen und der Förderkreis Schloss und Museum Sondershausen wieder gemeinsam ein. Der eigentlich für Oktober vorgesehene Vortrag zu „Archäologisches aus Mitteldeutschland“ von Prof. Matthias Becker findet aus organisatorischen Gründen im November statt. Wer den Vortrag von Frau Wäldchen in Sondershausen verpasst, kann diesen dann am Dienstag, den 15. Oktober, um 19.30 Uhr, im Regionalmuseum Bad Frankenhausen verfolgen.

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